Wir schaffen Vertrauen

Zuverlässige Prognosen durch Scoring

Scoring: bewährtes Verfahren mit großem Nutzen

Mit Hilfe von Scoringverfahren wird anhand von gesammelten Erfahrungen aus der Vergangenheit eine möglichst zuverlässige Prognose für die Zukunft erstellt. Es geht um die Frage: „Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt?“ Um Eintrittswahrscheinlichkeiten möglichst genau zu prognostizieren, werden z. B. in der Medizin, der Meteorologie oder im Versicherungswesen dazu relevante Daten erfasst und statistisch ausgewertet. Darauf basierend werden dann Prognosemodelle erstellt. So können Ärzte beispielsweise ein Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko bewerten, Meteorologen die Gefahr eines Unwetters bestimmen und Versicherungsunternehmen die Wahrscheinlichkeit eines Schadenrisikos einschätzen.

Kreditscoring: eine objektive Entscheidungshilfe

Bei dem Kreditscoring geht es um die Frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand seinen Zahlungsverpflichtungen künftig nachkommt. Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil des deutschen Wirtschaftssystems und besitzt eine maßgebliche Bedeutung für die kreditgebende Wirtschaft und die Verbraucher gleichermaßen. Scoring schützt auf der einen Seite Unternehmen vor Zahlungsausfällen und Verbraucher vor Überschuldung und ermöglicht auf der anderen Seite die Kreditvergabe an Personen, die ansonsten aufgrund primär subjektiver Beurteilungen keinen Kredit erhalten würden.

Ohne Scoring gäbe es weniger Kredite oder höhere Ausfälle, die im Ergebnis zu höheren Kreditkosten für Verbraucher führen. Es ermöglicht die Kreditvergabe an Personengruppen, die ohne Scoring pauschal als zu risikoreich eingestuft würden (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in der Studie Scoring im Fokus  Ökonomische Bedeutung und rechtliche Rahmenbedingungen im internationalen Vergleich).

Kreditscores sind frei von subjektiven – und daher möglicherweise diskriminierenden – Faktoren, wie z. B. rassische oder ethnische Herkunft, religiöse Überzeugung oder Gesundheit.

Scoring bei der SCHUFA

Sichere Prognosen auf Basis unseres einzigartigen Datenbestandes

Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto sicherer sind die Vorhersagen. Als Deutschlands führender Lösungsanbieter von Auskunftei- und Informationsdienstleistungen für Unternehmen und Verbraucher verfügen wir über einen einzigartigen Datenbestand mit kreditrelevanten Informationen zu 67,7 Millionen Personen und 6 Millionen Unternehmen.

Scorewerte, die wir zu Verbrauchern berechnen, basieren auf den zu Ihrer Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten, die Sie in Ihrer SCHUFA-Auskunft sehen. Zu den gespeicherten Informationen zählen z. B. die Anzahl und Art der Kreditaktivitäten, etwaige Zahlungsausfälle oder Informationen darüber, seit wann Sie schon Erfahrungen im Umgang mit Kreditgeschäften gesammelt haben.

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Geprüftes Verfahren

Vom Mathematischen Institut der Universität Bayreuth geprüft und als sehr geeignet befunden.

Kein Geodaten-Scoring

Wir führen kein Geoscoring durch. Es spielt keine Rolle, in welcher Gegend Sie wohnhaft sind.

Kein Social-Scoring

Wir nutzen keine Infor-
mationen aus sozialen Netzwerken, keine Namen und keine diskriminierenden Daten.

Geprüftes Verfahren

Vom Mathematischen Institut der Universität Bayreuth geprüft und als sehr geeignet befunden.

Kein Geodaten-Scoring

Wir führen kein Geoscoring durch. Es spielt keine Rolle, in welcher Gegend Sie wohnhaft sind.

Kein Social-Scoring

Wir nutzen keine Infor-
mationen aus sozialen Netzwerken, keine Namen und keine diskriminierenden Daten.

Unsere Verfahren: für „sehr geeignet“ befunden

Wir haben unser Verfahren zur Scoreberechnung durch unsere erfahrenen Mathematiker und Statistiker entwickeln lassen. Das verwendete Verfahren wird als „logistische Regression“ bezeichnet und ist eine fundierte, seit langem praxiserprobte mathematisch-statistische Methode zur Prognose von Risikowahrscheinlichkeiten.

Das Mathematische Institut an der Universität Bayreuth hat unser Verfahren intensiv geprüft und bezeichnet es als „sehr gut geeignet, um Ereigniswahrscheinlichkeiten zu modellieren und Scorekarten zu erstellen“. Weitere Prüfungen erfolgten durch das Statistische Beratungslabor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Die für die SCHUFA zuständige Aufsichtsbehörde hat unsere Scoreverfahren geprüft und befand sie für datenschutzrechtlich zuverlässig.

Wir nutzen standardmäßig keine Geodaten

Aufgrund unseres besonderen Datenbestandes mit kreditrelevanten Informationen führen wir standardmäßig – das heißt bei 99,7 Prozent aller Scoreberechnungen – kein Geoscoring durch. Es spielt keine Rolle, ob Sie in einer „guten“ oder „weniger guten“ Gegend wohnen. Lediglich in wenigen Ausnahmefällen – nämlich wenn uns zu einer angefragten Person keinerlei Informationen vorliegen – greifen wir auf Adressdaten zurück – und nur dann, wenn dies von unserem Kunden explizit gewünscht wird. Ist eine Person der SCHUFA nicht bekannt, schätzt das anfragende Unternehmen eine Kreditvergabe häufig als zu riskant ein. Hier kann eine Risikobewertung anhand von Geodaten dazu beitragen, dass der durch den Kunden gewünschte Kredit doch noch durch das Unternehmen angeboten wird.

Transparente Scoreverfahren

Kontrolle und Sicherheit für das SCHUFA-Scoreverfahren

Die für die SCHUFA zuständige Aufsichtsbehörde hat unser Scoreverfahren geprüft und befand es für datenschutzrechtlich zuverlässig. Wir sind auch die einzige Auskunftei in Deutschland, die ihr Scoreverfahren nicht nur der für uns zuständigen Aufsichtsbehörde, sondern 2010 auch dem Bundesdatenschutzbeauftragten und den Datenschutzbeauftragten aller Bundesländer offengelegt hat.

Das SCHUFA-Scoreverfahren wird zudem regelmäßig von Universitäten und unabhängigen Fachinstituten (z. B. dem Statistischen Beratungslabor des Institutes für Statistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München) überprüft und für aussagekräftig befunden. Darüber hinaus werden ebenfalls die von Kreditinstituten genutzten Verfahren regelmäßig von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf ihre Aussagefähigkeit hin geprüft.

Scoreverfahren: Bundesgerichtshof bestätigt schützenswertes Geschäftsgeheimnis

Immer wieder wird gefordert, dass Auskunfteien ihre konkrete Berechnungsmethode der breiten Öffentlichkeit gegenüber transparent darlegen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat Anfang 2014 dazu festgestellt, dass es sich bei dem SCHUFA-Scoreverfahren um ein schützenswertes Geschäftsgeheimnis handelt. Zu den als Geschäftsgeheimnis geschützten Inhalten zählen demnach die allgemeinen Rechengrößen, wie etwa statistische Werte, die Gewichtung einzelner Berechnungselemente bei der Ermittlung des Wahrscheinlichkeitswertes und die Bildung etwaiger Vergleichsgruppen als Grundlage von Scorekarten.

Gute Gründe zum Schutz von Scoreverfahren

Öffentlich bekannte Scoreverfahren bergen die Gefahr, das Verfahren zu manipulieren, um Scorewerte zu verbessern – unabhängig davon, ob sich die tatsächliche Kreditwürdigkeit verbessert, wie auch eine Studie von Prof. Ákos Róna-Tas und Dr. Stefanie Hiß zeigt. Die Studie finden Sie im Bereich Studien & Publikationen unter „Weitere Studien“ zum Download.

Nach dieser Studie besteht ein Zusammenhang zwischen öffentlich bekannten Scoreverfahren und der US-Immobilienkrise, bei der sich US-Bürger massiv mit Krediten überschuldeten. Anders als in Deutschland gibt es in den USA unzählige Internetseiten, die erläutern, wie der eigene Score verbessert werden kann. Die Seiten bieten Scoresimulationen an, bei denen Verbraucher „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen können, um herauszufinden, welche Faktoren ihren Scorewert beeinflussen können – ohne tatsächlich ihre Bonität zu verändern.