Wir schaffen Vertrauen

FAQ

Was ist die SCHUFA?
Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

Die SCHUFA – Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung – wurde 1927 ins Leben gerufen, um Zahlungserfahrungen von Unternehmen aufzunehmen, zu speichern und an die Unternehmen, die Teil dieser Schutzgemeinschaft sind, weiterzugeben.

Wichtige Fakten in Kürze:

  • Firmierung: SCHUFA Holding AG
  • Hauptsitz: Wiesbaden
  • Postanschrift (für Verbraucher-/Privatkunden-Anliegen): SCHUFA Holding AG, Postfach 10 34 41, 50474 Köln
  • Mitarbeiteranzahl: etwa 750
  • Vorstand: Dr. Michael Freytag (Vorsitzender), Holger Severitt, Peter Villa

Tagtäglich bilden unsere Auskünfte eine wesentliche Grundlage für den Aufbau von Vertrauen zwischen zwei Geschäftspartnern und gewährleisten einen reibungslosen Vertragsabschluss. Somit kommt der SCHUFA eine wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher zu. Als mittelständisches Unternehmen sind wir fest in der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft verankert und übernehmen seit jeher Verantwortung. Wettbewerbsneutralität, das Prinzip der Gegenseitigkeit und die Vertraulichkeit (Datenschutz, Bankgeheimnis) werden bei der SCHUFA stets gewahrt. Entgegen der weitläufigen Meinung ist die SCHUFA keine Behörde, sondern privatwirtschaftlich organisiert.

Wie arbeitet die SCHUFA?

Die Bereitstellung kreditrelevanter Informationen ist das Kerngeschäft der SCHUFA. Als innovativer Dienstleister und Partner im modernen Wirtschaftsleben bietet die SCHUFA ihren 9.000 Vertragspartnern wie Banken, Sparkassen, Handel und weiteren Branchen die Grundlage für eine sichere Kreditvergabe. Verbrauchern ermöglicht die SCHUFA eine bequeme und kostengünstige Kreditaufnahme. Mit der SCHUFA-Auskunft für Privatpersonen schafft die SCHUFA zudem ein Höchstmaß an Transparenz.

Wir liefern mit unseren Informationen einen wichtigen Beitrag zum Aufbau von Vertrauen zwischen zwei Geschäftspartnern und unterstützen so sichere, schnelle und effiziente Geschäftsabschlüsse. Der Datenbestand der SCHUFA ist einzigartig und umfasst Informationen zu über 67 Millionen Privatpersonen und 5,3 Millionen Unternehmen.

Was steht in der SCHUFA?

Die SCHUFA speichert personenbezogene Informationen wie Name, Adresse, Geburtsdatum, kreditrelevante Daten wie Kontoinformationen, Kreditkarten, Leasingverträge, Bürgschaften, Mobilfunkverträge und Kreditverträge. Diese Daten erhält die SCHUFA von Ihren Vertragspartnern. Außerdem verfügt sie über Informationen aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte sowie über eidesstattliche Versicherungen.

Zu mehr als 90 Prozent der gespeicherten Personen liegen ausschließlich positive Informationen vor. Diese zeigen, dass eine Person wirtschaftlich aktiv ist und dabei zuverlässig handelt. Negative Informationen wie offene, ausreichend gemahnte und unbestrittene Forderungen oder die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung sind dagegen ein Hinweis auf nicht vertragskonformes Verhalten und werden ebenfalls in den Datenbestand aufgenommen. Kontostände, Einkommen oder Vermögenswerte werden hingegen nicht im SCHUFA-Datenbestand gespeichert.

Kunden fragen sich häufig, wann ein SCHUFA-Eintrag erfolgt. Positive Vertragsinformationen wie z. B. die Aufnahme eines Kredites oder den Abschluss eines Telekommunikationsvertrages, melden die Vertragspartner in der Regel nach Abschluss des Vertrages bei der SCHUFA ein. Informationen zu nicht vertragskonformen Verhalten werden in den SCHUFA-Datenbestand aufgenommen, wenn trotz ausreichender Mahnungen keine Zahlung erfolgt ist. Diese Daten erhebt die SCHUFA nicht selbst, sondern erhält sie von ihren Vertragspartnern, aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen und anderen öffentlichen Bekanntmachungen.

Wann werden SCHUFA-Einträge wieder gelöscht?

Die SCHUFA speichert Informationen über Personen nur für eine bestimmte Zeit.

Gelöscht werden zum Beispiel

  • Angaben über Anfragen nach 12 Monaten taggenau; sie werden aber nur 10 Tage in Auskünften an Vertragspartner der SCHUFA weitergegeben.
  • Kredite taggenau nach drei Jahren nach dem Jahr der Rückzahlung.
  • Informationen über fällige Forderungen in der Regel jeweils nach einem Zeitraum von drei vollen Kalenderjahren (das heißt mit Ablauf des 31.12. des dritten vollen Kalenderjahres) insbesondere dann, wenn sie in dieser Zeit erledigt werden. Bei unerledigten Sachverhalten erfolgt eine Löschung am Ende des vierten vollen Kalenderjahres. Eine länger währende Speicherung ist insbesondere dann möglich, wenn beispielsweise eine titulierte Forderung längere Zeit nicht ausgeglichen wurde.
  • Konten über laufende Vertragsbeziehungen (zum Beispiel Girokonten, Telekommunikationskonten), wenn das Konto aufgelöst wird.
  • Kreditkartenkonten drei Jahre taggenau nach Beendigung der Geschäftsbeziehung.
  • Versandhauskonten, wenn die Forderung zurückgezahlt wurde.
  • Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte (Haftbefehl zur Erzwingung der eidesstattlichen Versicherung und eidesstattliche Versicherung) bzw. den zentralen Vollstreckungsgerichten (Eintragungen nach § 882c Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 – 3 ZPO) nach drei Jahren taggenau, jedoch vorzeitig, wenn der SCHUFA eine Löschung durch das Amtsgericht bzw. das zentrale Vollstreckungsgericht nachgewiesen wird.

Wie kann ich herausfinden, was die SCHUFA über mich gespeichert hat?

Die SCHUFA bietet für jeden Kunden das passende Produkt. Wenn Sie sich informieren möchten, welche Daten die SCHUFA über Sie gespeichert hat, empfehlen wir Ihnen eines der folgenden Produkte:

  1. Persönlicher Zugriff auf die zu Ihrer Person gespeicherten SCHUFA-Informationen

    Sie können sich bereits ab 3,95€ monatlich auf meineSCHUFA.de registrieren und jederzeit die Informationen aufrufen, die über Sie vorliegen. Darüber hinaus können Sie beispielsweise auch den UpdateService per SMS und/oder E-Mail nutzen. Damit benachrichtigen wir Sie automatisch über Änderungen in den Daten, zum Beispiel, wenn ein Unternehmen Ihre Kreditwürdigkeit anfragt.

    Außerdem unterstützen wir Sie mit der telefonischen Beratung bei Fragen rund um alle SCHUFA-Themen. Dafür erhalten Sie einen persönlichen Ansprechpartner aus dem SCHUFA-Beratungsteam.

  2. Für Ihre Geschäftspartner und Sie selbst – Die SCHUFA-Bonitätsauskunft

    Die SCHUFA-Bonitätsauskunft besteht aus zwei Teilen.

    Im ersten Teil aus einer beweiskräftigen Auskunft zum Weitergeben, z.B. an den Vermieter. Sie enthält nur die Informationen, die nötig sind, um Vertrauen aufzubauen.

    Im zweiten Teil aus einer Auskunft zur persönlichen Verwendung. Der zweite Teil der SCHUFA-Bonitätsauskunft ist eine umfangreiche Auskunft, die einen umfassenden Überblick der SCHUFA-Daten zu Ihrer Person enthält.

  3. Datenübersicht (gemäß §34 BDSG)

    Sie können bei uns eine kostenlose Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz als stichtagsbezogene Kontrollinformation anfordern. In der Datenübersicht nach § 34 BDSG finden Sie die zu Ihrer Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten. Sie erfahren, woher diese stammen und an wen sie übermittelt wurden. Die Datenübersicht sollte daher vertraulich behandelt werden.

Wer kann meine SCHUFA-Informationen abfragen?

Unternehmen, die ein wirtschaftliches Risiko tragen, also z. B. Banken, Kreditkartenunternehmen und Telekommunikationsunternehmen dürfen sich Informationen einholen. Auch Unternehmen, die Lieferungen und Leistungen gegen einen Kredit bzw. den Kauf auf Rechnung gewähren können eine Abfrage vornehmen. Voraussetzung für die Abfrage ist eine Vertragspartnerschaft mit der SCHUFA.

Was genau bedeutet Scoring?

Scoring ist ein Verfahren, bei dem aus einer Menge von gesammelten Daten eine Prognose erstellt wird. Diese Prognose soll darüber Auskunft geben, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Kunde ein Geschäft vertragsgemäß abwickelt. Die SCHUFA greift hierfür auf die verfügbaren Daten im Datenbestand zurück. Informationen zum Einkommen, Vermögen oder auch den Beruf liegen der SCHUFA nicht vor. Hierauf wird folglich beim Scoring nicht zurückgegriffen.

Das Scoring ist ein anerkanntes Verfahren, dass nicht nur bei der SCHUFA Anwendung findet. Viele Unternehmen nutzen das Scoring als wichtiges Risikoinstrument.

Was hat es mit dem Basisscore und branchenspezifischen Scores auf sich?

Der Basisscore wird branchenunabhängig erstellt und soll allgemein etwas darüber aussagen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand vertragsgemäß ein Geschäft abwickelt. Er wird als Prozentwert ausgewiesen und wird alle drei Monate aktualisiert.

Die Branchen-Scores berücksichtigen besondere Risiken und Gegebenheiten in einzelnen Branchen. Jede Branche definiert eigene, spezielle (Risiko-)Faktoren, die in die jeweilige Scoreberechnung einfließen.

Unser besonderer Service für Mieter: Typische Fragen bei der Bestellung des SCHUFA-BonitätsChecks

Was steht im SCHUFA-BonitätsCheck?

Speziell für Mieter, die ihre Chancen auf eine Wohnung erhöhen wollen, wurde der SCHUFA-BonitätsCheck entwickelt. Der SCHUFA-BonitätsCheck stellt eine beweiskräftige Auskunft für Ihre Geschäftspartner dar, die nicht alle zu Ihrer Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten enthält, sondern nur die Informationen, die nötig sind, um Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Geschäftspartner (zum Beispiel einem Vermieter oder Arbeitgeber) aufzubauen.

Der SCHUFA-BonitätsCheck ist eine Momentaufnahme der Bonität der entsprechenden Person. Er besagt, dass bis zum Datum der Erstellung die entsprechend beauskunfteten Informationen vorlagen. Es empfiehlt sich, potentiellen Vermietern immer eine möglichst aktuelle Auskunft vorzulegen, da ältere Bonitätsauskünfte an Aussagekraft verlieren.

Wie lange dauert die Erstellung einer SCHUFA-Auskunft mit dem SCHUFA-BonitätsCheck?

Sie erhalten den SCHUFA-BonitätsCheck direkt nach Ihrer Bestellung als Online-Download oder auf dem Postweg. Die Erstellungszeit beträgt in der Regel nur wenige Sekunden, wenn Sie die Versandart „Online-PDF“ gewählt haben und das Verifizierungsverfahren (Sofort-Check der Payment Network AG oder KontonummernCheck der SCHUFA) erfolgreich durchgeführt wurde. Bei der Versandart „Briefpost“ erhalten Sie das Dokument in aller Regel 1 bis 3 Tage nach der Bestellung.

Welche Zahlungsmethoden werden angeboten?

Sie können bequem per Lastschriftverfahren bezahlen.

Was soll ich tun, wenn die Identitätsprüfung fehlschlägt?

Falls Ihre Identität nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte, bitten wir Sie, auf den Postversand auszuweichen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass der Schutz Ihrer persönlichen Daten Vorrang hat.

Kann ich den SCHUFA-BonitätsCheck auch mit einem ausländischen Ausweisdokument kaufen?

Der Onlinedownload des SCHUFA-BonitätsChecks und die damit verbundene Identifikation ist nur mit einem deutschen Personalausweis oder alternativ mit einem Online-Banking-Konto möglich. Sollten Sie sich für den Postversand Ihres SCHUFA-BonitätsChecks entscheiden, müssen Sie über eine Meldeadresse in Deutschland verfügen. Ein Postversand ins Ausland ist leider nicht möglich.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich inhaltliche Fragen zum SCHUFA-BonitätsCheck habe?

Für allgemeine Verständnisfragen, die den SCHUFA-BonitätsCheck betreffen, steht die SCHUFA-Service-Nummer zur Verfügung. Diese ist über 0611 – 92780 (Montag – Freitag von 08.00 – 19.00 Uhr) erreichbar.

Bitte haben Sie Verständnis, dass sensible Daten nicht telefonisch beauskunftet werden können. Im Falle von spezifischen Fragen, die den Inhalt des SCHUFA-BonitätsChecks betreffen (z. B. zur Herkunft der Daten), wenden Sie sich bitte schriftlich an die SCHUFA: SCHUFA Holding AG, Postfach 10 34 41, 50474 Köln.

Wie kann der Vermieter die Richtigkeit der Daten überprüfen?

Ihr Vermieter oder Geschäftspartner kann die Daten mithilfe eines sogenannten Verifizierungscodes überprüfen. Der Verifizierungscode ist auf jedem SCHUFA-BonitätsCheck abgedruckt. Mittels dieses Codes kann überprüft werden, ob das entsprechende Ergebnisdokument zu einem validen SCHUFA-BonitätsCheck gehört.

Vermieter oder Makler können anhand des Namens des Mietinteressenten und des Verifizierungscodes innerhalb von 60 Tagen nach Erstellung des SCHUFA-BonitätsChecks das Ergebnis zum Datenabgleich noch einmal abrufen. Dafür entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Muss ich meinem Vermieter alle Informationen aus der SCHUFA-Auskunft mitteilen?

Für die Einholung von Bonitätsauskünften durch den Vermieter gilt die Anforderung, dass er eine Auskunft von seinem Mietinteressenten einholen darf, wenn der Abschluss des Mietvertrags mit diesem Bewerber vom positiven Ergebnis einer Bonitätsprüfung abhängt.

Welche Informationen der Vermieter von Ihnen wissen darf, ist unter anderem datenschutzrechtlich geregelt. Für den Vermieter sind jene Daten relevant, die durch den SCHUFA-Bonitätscheck abgebildet werden. Weitere Informationen, wie etwa jene Daten, die im zweiten Teil einer SCHUFA-Bonitätsauskunft abgebildet sind, benötigt Ihr Vermieter nicht.

Sollten Sie selbst Bedarf an weiteren Informationen zu Ihrer Person haben, empfehlen wir die Bestellung einer SCHUFA-Bonitätsauskunft. Bitte wenden Sie sich dafür direkt an den SCHUFA-Service unter 0611-92780 (Montag - Freitag von 08.00 - 19.00 Uhr).

Spezielle Fragen im Zusammenhang mit der SCHUFA-Auskunft

Können Unternehmen eine SCHUFA-Auskunft ohne meine Einwilligung anfordern?

Meist beinhalten Kreditanträge automatisch die sogenannte SCHUFA-Klausel, mit der Sie dem Unternehmen die Erlaubnis erteilen, Ihre Daten an die SCHUFA weiterzugeben und sich eine Auskunft Ihrer Daten zu holen.

Was steht in der SCHUFA? Diese Informationen können Unternehmen ohne Ihre Einwilligung nicht anfordern. Ohne die genannte Klausel ist es für ein Unternehmen nicht zulässig, Ihre Daten an die SCHUFA weiterzuleiten und sich eine Auskunft einzuholen. Sie können die SCHUFA-Klausel aus einem Vertrag oder Antrag streichen, gehen damit aber das Risiko ein, dass ein Kreditwunsch abgelehnt wird.

Ist es möglich, dass SCHUFA-Daten fehlerhaft sind?

Eine häufige Fehlerquelle besteht darin, dass alte Daten, beispielsweise über längst zurückgezahlte Kredite oder mittlerweile aufgelöste Girokonten, noch nicht gelöscht wurden.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Daten veraltet sind oder irrtümlich Ihrer Person zugeordnet wurden, werden wir uns zur Überprüfung selbstverständlich umgehend mit dem betreffenden SCHUFA-Vertragspartner in Verbindung setzen und unrichtige oder unvollständige Angaben korrigieren.

Ist die Werbung für „Kredite ohne SCHUFA“ seriös?

Immer wieder findet man in Zeitungsannoncen oder im Internet Anzeigen von Kreditvermittlern, die damit werben, Kredite ohne vorherige SCHUFA-Auskunft zu vermitteln. Vor allem Verbraucher mit negativen Bonitätsmerkmalen sehen darin häufig die einzige Chance, um an Kredite zu kommen. Doch die Hoffnung ist oft trügerisch: Unseriöse Vermittler verlangen gleich zu Beginn ein hohes Vermittlungshonorar, ohne, dass der Verbraucher letztlich eine Kreditzusage erhält.

Weitere Fragen zur SCHUFA?

Wenn Sie Antworten auf die Frage „Was steht in der SCHUFA?“ oder „Wo bekomme ich eine SCHUFA-Auskunft“ benötigen, erhalten Sie auch weitere Informationen direkt bei der SCHUFA: Telefonisch können Sie sich an die SCHUFA-Service-Nummer wenden. Diese ist unter 0611 – 92780 von 08.00 – 19.00 Uhr werktags erreichbar.

Weitere interessante Informationen finden Sie auch im Internet unter www.meineSCHUFA.de.