SCHUFA ist die Abkürzung für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ und unser Name steht seit unserer Gründung im Jahr 1927 für Seriosität und Zuverlässigkeit.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) sieht bei der Meldung von Informationen an die SCHUFA eine Fülle von Transparenzanforderungen und Informationspflichten vor. Diese richten sich zunächst an Unternehmen, mit denen Verbraucher eine geschäftliche Beziehung haben. Bis zum Wirksamwerden der DS-GVO wurde die Datenübermittlung an die SCHUFA in der Regel auf eine vom Kunden zu unterzeichnende SCHUFA-Klausel gestützt, die eine Einwilligung in die Datenübermittlung und einen Hinweisteil für die Übermittlung von Negativdaten enthielt. Zur Umsetzung der Anforderungen der DS-GVO wurde die bisherige SCHUFA-Klausel durch eine Hinweislösung ersetzt, die aus zwei Teilen besteht:

  • einem sogenannten SCHUFA-Hinweis, mit dem der Vertragspartner den Kunden über die Übermittlung seiner Daten an die SCHUFA unterrichtet
  • dem ergänzenden SCHUFA-Informationsblatt, das eine umfassende Beschreibung der Datenverarbeitung bei der SCHUFA enthält und so den SCHUFA-Hinweis ergänzt und vervollständigt.

Offene Forderungen werden der SCHUFA in der Regel* nur gemeldet, sofern sie vorher zweimal angemahnt wurden und vom Verbraucher unbestritten sind. Der Verbraucher wird also im Vorfeld über die bevorstehende Übermittlung von Informationen an die SCHUFA informiert.

* Darüber hinaus nennt § 31 Abs. 2 S. 1 BDSG weitere Voraussetzungen, welche die SCHUFA für die Zulässigkeit der Übermittlung von offenen Forderungen zugrunde legt:

Die Verwendung eines von Auskunfteien ermittelten Wahrscheinlichkeitswerts über die Zahlungsfähig- und Zahlungswilligkeit einer natürlichen Person ist im Fall der Einbeziehung von Informationen über Forderungen nur zulässig, soweit die Voraussetzungen nach Absatz 1 vorliegen und nur solche Forderungen über eine geschuldete Leistung, die trotz Fälligkeit nicht erbracht worden ist, berücksichtigt werden,

1. die durch ein rechtskräftiges oder für vorläufig vollstreckbar erklärtes Urteil festgestellt worden sind oder für die ein Schuldtitel nach § 794 der Zivilprozessordnung vorliegt,

2. die nach § 178 der Insolvenzordnung festgestellt und nicht vom Schuldner im Prüfungstermin bestritten worden sind,

3. die der Schuldner ausdrücklich anerkannt hat,

4. bei denen

  • der Schuldner nach Eintritt der Fälligkeit der Forderung mindestens zweimal schriftlich gemahnt worden ist,
  • die erste Mahnung mindestens vier Wochen zurückliegt,
  • der Schuldner zuvor, jedoch frühestens bei der ersten Mahnung, über eine mögliche Berücksichtigung durch eine Auskunftei unterrichtet worden ist und
  • der Schuldner die Forderung nicht bestritten hat oder

5. deren zugrunde liegendes Vertragsverhältnis aufgrund von Zahlungsrückständen fristlos gekündigt werden kann und bei denen der Schuldner zuvor über eine mögliche Berücksichtigung durch eine Auskunftei unterrichtet worden ist.

Mit unseren Informationen liefern wir pro Tag rund 400.000 Mal einen wichtigen Beitrag zum Aufbau von Vertrauen zwischen zwei Geschäftspartnern. Wir unterstützen so sichere, schnelle und effiziente Geschäftsabschlüsse, zum Beispiel

• bei der Finanzierung eines Autos,

• der Ratenzahlung von Möbeln oder Elektronikartikeln,

• beim Kauf auf Rechnung im Onlinehandel oder

• beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages, bei dem telefoniert werden darf, bevor die Rechnung kommt.

Verbrauchern bieten wir darüber hinaus

• Transparenz über die Daten, die die SCHUFA zur eigenen Person speichert,

• einen Nachweis über ihre Bonität (zum Beispiel bei der Anmietung einer Wohnung),

• Informationen zu Unternehmen (zum Beispiel über Bauunternehmen oder Handwerker) und

• Hilfe bei Identitätsdiebstahl (zum Beispiel bei verlorenen Ausweisdokumenten oder bei Verlust von vertraulichen Daten im Internet).

Zur Umsetzung der Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) wurde die bisherige SCHUFA-Klausel durch eine Hinweislösung ersetzt, die aus zwei Teilen besteht:

  • dem sogenannten SCHUFA-Hinweis, mit dem der Vertragspartner den Kunden über die Übermittlung seiner Daten an die SCHUFA unterrichtet.
  • einem SCHUFA-Informationsblatt, das eine umfassende Beschreibung der Datenverarbeitung bei der SCHUFA enthält und so den SCHUFA-Hinweis ergänzt.

Der SCHUFA-Hinweis enthält:

  • Hinweise bezüglich der Datenweitergabe an die SCHUFA
  • eine Information über die Rechtsgrundlagen für die Übermittlung der im Rahmen der Vertragsverhältnisses erhobenen Daten und die mit der Übermittlung verfolgten Zwecke,
  • im Fall von Kreditinstituten eine Befreiung vom Bankgeheimnis, bei Berufsgeheimnisträgern eine entsprechende Befreiung von der Schweigepflicht
  • Informationen über die Datenverarbeitung und -nutzung durch die SCHUFA

Was ist das SCHUFA-Informationsblatt und welche Aufgabe hat es?

Das SCHUFA-Informationsblatt ermöglicht es Ihnen, die Datenverarbeitung durch die SCHUFA in ihrer Gesamtheit zu überblicken.

Die SCHUFA erfüllt mit der SCHUFA-Information ihre gesetzlichen Informationspflichten nach Art. 14 Abs. 1 und 2 DS-GVO.

Zu den rund 9.500 SCHUFA-Vertragspartnern zählen unter anderem Banken und Sparkassen, Versandhandelsunternehmen oder Telekommunikationsgesellschaften. Die Arbeitsweise der SCHUFA beruht dabei auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Die Vertragspartner melden der SCHUFA Informationen, die SCHUFA ihrerseits erteilt bei sogenanntem „berechtigtem Interesse“ entsprechende Auskünfte an ihre Vertragspartner. Ein berechtigtes Interesse liegt unter anderem vor, wenn ein Unternehmen mit einer Dienstleistung oder einer Lieferung in Vorleistung geht und damit ein wirtschaftliches Risiko trägt.

Weitere Informationen finden Sie hier: So funktioniert die SCHUFA

Bis zum Wirksamwerden der DS-GVO wurde die Datenübermittlung an die SCHUFA in der Regel auf eine vom Kunden zu unterzeichnende SCHUFA-Klausel gestützt, die eine Einwilligung in die Datenübermittlung und einen Hinweisteil für die Übermittlung von Negativdaten enthielt. Zur Umsetzung der Anforderungen der DS-GVO wurde die bisherige SCHUFA-Klausel durch eine Hinweislösung ersetzt, die aus zwei Teilen besteht:

  • dem sogenannten SCHUFA-Hinweis, mit dem der Vertragspartner den Kunden über die Übermittlung seiner Daten an die SCHUFA unterrichtet
  • einem ergänzenden SCHUFA-Informationsblatt, das eine umfassende Beschreibung der Datenverarbeitung bei der SCHUFA enthält und so den SCHUFA-Hinweis ergänzt.

Mit der Unterzeichnung der SCHUFA-Klausel willigte ein Verbraucher bis zum 24.05.2018 ein, dass Informationen zu einem Kreditgeschäft weitergegeben werden durften und befreite den Kreditgeber soweit erforderlich vom Bankgeheimnis. Damit wurde es dem Kreditgeber ermöglicht, Angaben über die Aufnahme und Abwicklung von Kreditgeschäften eines Verbrauchers an die SCHUFA zu liefern und Informationen über ihn als Neukunden oder bereits bestehenden Kunden einzuholen.

Alle bis einschließlich 24.05.2018 unterzeichneten SCHUFA-Klauseln gelten auch unter der DS-GVO weiterhin fort. Die Einwilligung kann jederzeit gegenüber dem betreffenden Vertragspartner widerrufen werden.

Die SCHUFA Holding AG ist Deutschlands führender Informations- und Servicepartner für die kreditgebende Wirtschaft und für Privatkunden. Insgesamt sind 9.500 Firmenkunden als Vertragspartner an unsere Dienstleistungen angeschlossen. Zudem nutzen 2,1 Millionen Privatkunden die SCHUFA-Angebote. Privat- und Geschäftskunden wie Banken, Sparkassen und Händlern bietet das Unternehmen kreditrelevante Informationen rund um Bonität und Identität. Auf Grundlage dieser wichtigen Entscheidungshilfen werden für Privat- und Geschäftskunden schnelle, kostengünstige und unbürokratische Vertragsabschlüsse möglich. Informationen rund um Produkte und Services für Privatkunden sowie eine Online-Einsicht in die eigenen, bei der SCHUFA gespeicherten Daten sind auf dem Internetportal www.meineSCHUFA.de erhältlich. Der einzigartige Datenbestand der SCHUFA umfasst 864 Millionen Informationen zu 67,5 Millionen Privatpersonen und 5,3 Millionen Unternehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier: So funktioniert die SCHUFA

Die SCHUFA ist keine Behörde und war es auch nie. Sie wird seit ihrer Gründung im Jahr 1927 privatrechtlich geführt und ist seit 2002 eine Aktiengesellschaft, deren Anteile jedoch nicht an der Börse gehandelt werden. Anteilseigner sind Unternehmen aus der Finanzbranche und aus dem Handel.

In Deutschland herrscht Vertragsfreiheit. Jedes Unternehmen entscheidet frei, mit wem es einen Vertrag abschließen möchte und wie dieser gestaltet ist. Die SCHUFA unterstützt Entscheidungen ihrer Kunden durch Informationen – trifft die Entscheidungen aber nicht. Über die SCHUFA-Informationen hinaus fließen bei Banken und anderen kreditgebenden Unternehmen häufig noch zahlreiche andere Informationen in eine Entscheidung über einen Kredit ein, die der SCHUFA gar nicht vorliegen: zum Beispiel Einkommen, Arbeitsverhältnis oder Vermögen.

Weitere Informationen darüber, welche Daten die SCHUFA speichert, finden Sie hier.