SCHUFA ist die Abkürzung für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ und unser Name steht seit unserer Gründung im Jahr 1927 für Seriosität und Zuverlässigkeit.

Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sieht bei der Meldung von Informationen an die SCHUFA eine Fülle von Transparenzanforderungen vor. Diese richten sich zunächst an Unternehmen, mit denen Verbraucher eine geschäftliche Beziehung haben. Bei allen Bankgeschäften wird der Kunde von der Bank darüber informiert, dass Daten an die SCHUFA übermittelt werden. Dies geschieht durch die Unterzeichnung der SCHUFA-Klausel, mit der der Kunden gleichzeitig in die Datenübermittlung an die SCHUFA einwilligen. Bei Verträgen, denen kein ausdrückliches Einwilligungserfordernis zugrunde liegt, erfolgt die Information in aller Regel vorab durch die Allgemeinen Geschäftsbestimmungen (AGB) – so zum Beispiel im Handel. Weiterhin sieht das Gesetz seit der BDSG-Novelle 2010 zusätzlich vor, dass vor Meldung negativer Vertragsinformationen das Unternehmen den Kunden in bestimmten Fällen über die bevorstehende Übermittlung informieren muss. Bei der gerichtlichen Geltendmachung von Forderungen wird der Kunde eines Unternehmens als Verfahrensbeteiligter informiert.

Offene Forderungen dürfen in der Regel* nur an die SCHUFA gemeldet werden, sofern sie vorher zweimal gemahnt wurden und vom Verbraucher unbestritten sind. Der Verbraucher wird also im Vorfeld über die bevorstehende Übermittlung von Informationen an die SCHUFA informiert.

* Das Bundesdatenschutzgesetz definiert darüber hinaus noch weitere Voraussetzungen, unter denen eine Übermittlung von offenen Forderungen an eine Auskunftei zulässig ist:

§28a BDSG (Auszug):

(1) Die Übermittlung personenbezogener Daten über eine Forderung an Auskunfteien ist nur zulässig, soweit die geschuldete Leistung trotz Fälligkeit nicht erbracht worden ist, die Übermittlung zur Wahrung berechtigter Interessen der verantwortlichen Stelle oder eines Dritten erforderlich ist und:

1. die Forderung durch ein rechtskräftiges oder für vorläufig vollstreckbar erklärtes Urteil festgestellt worden ist oder ein Schuldtitel nach § 794 der Zivilprozessordnung vorliegt,

2. die Forderung nach § 178 der Insolvenzordnung festgestellt und nicht vom Schuldner im Prüfungstermin bestritten worden ist,

3. der Betroffene die Forderung ausdrücklich anerkannt hat,

4. a) der Betroffene nach Eintritt der Fälligkeit der Forderung mindestens zweimal schriftlich gemahnt worden ist,

b) zwischen der ersten Mahnung und der Übermittlung mindestens vier Wochen liegen,

c) die verantwortliche Stelle den Betroffenen rechtzeitig vor der Übermittlung der Angaben, jedoch frühestens bei der ersten Mahnung über die bevorstehende Übermittlung unterrichtet hat und

d) der Betroffene die Forderung nicht bestritten hat oder

5. das der Forderung zugrunde liegende Vertragsverhältnis aufgrund von Zahlungsrückständen fristlos gekündigt werden kann und die verantwortliche Stelle den Betroffenen über die bevorstehende Übermittlung unterrichtet hat.

Mit unseren Informationen liefern wir pro Tag rund 350.000 Mal einen wichtigen Beitrag zum Aufbau von Vertrauen zwischen zwei Geschäftspartnern. Wir unterstützen so sichere, schnelle und effiziente Geschäftsabschlüsse, zum Beispiel

• bei der Finanzierung eines Autos,

• der Ratenzahlung von Möbeln oder Elektronikartikeln,

• beim Kauf auf Rechnung im Onlinehandel oder

• beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages, bei dem telefoniert werden darf, bevor die Rechnung kommt.

Verbrauchern bieten wir darüber hinaus

• Transparenz über die Daten, die die SCHUFA zur eigenen Person speichert,

• einen Nachweis über ihre Bonität (zum Beispiel bei der Anmietung einer Wohnung),

• Informationen zu Unternehmen (zum Beispiel über Bauunternehmen oder Handwerker) und

• Hilfe bei Identitätsdiebstahl (zum Beispiel bei verlorenen Ausweisdokumenten oder bei Verlust von vertraulichen Daten im Internet).

Zu den rund 9.000 SCHUFA-Vertragspartnern zählen unter anderem Banken und Sparkassen, Versandhandelsunternehmen oder Telekommunikationsgesellschaften. Die Arbeitsweise der SCHUFA beruht dabei auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Die Vertragspartner melden der SCHUFA Informationen, die SCHUFA ihrerseits erteilt bei sogenanntem „berechtigtem Interesse“ entsprechende Auskünfte an ihre Vertragspartner. Ein berechtigtes Interesse liegt unter anderem vor, wenn ein Unternehmen mit einer Dienstleistung oder einer Lieferung in Vorleistung geht und damit ein wirtschaftliches Risiko trägt.

Weitere Informationen finden Sie hier: So funktioniert die SCHUFA

Mit der Unterzeichnung der SCHUFA-Klausel willigt ein Verbraucher ein, dass Informationen zu einem Kreditgeschäft weitergegeben werden dürfen und entbindet den Kreditgeber gegebenenfalls vom Bankgeheimnis. Damit wird es dem Kreditgeber ermöglicht, Angaben über die Aufnahme und Abwicklung von Kreditgeschäften eines Verbrauchers an die SCHUFA zu liefern und Informationen über ihn als Neukunden oder bereits bestehenden Kunden einzuholen.

Als führende Auskunftei in Deutschland sind wir mit unseren kreditrelevanten Informationen zu 66,4 Millionen Personen und 5,2 Millionen Unternehmen eine zuverlässige Informationsquelle für Unternehmen und Verbraucher.

Wir liefern mit unseren Informationen pro Tag rund 350.000 Mal einen wichtigen Beitrag zum Aufbau von Vertrauen zwischen zwei Geschäftspartnern und unterstützen so sichere, schnelle und effiziente Geschäftsabschlüsse.

Rund 9.000 Unternehmen – darunter Banken, Sparkassen, Handelsunternehmen, Telekommunikationsgesellschaften und viele andere mehr – haben sich für uns als Dienstleister entschieden und vertrauen auf unsere Informationen und Services. Darüber hinaus nutzen bereits über 2 Millionen Menschen unsere speziellen Angebote für Privatkunden.

Weitere Informationen finden Sie hier: So funktioniert die SCHUFA

Die SCHUFA ist keine Behörde und war es auch nie. Sie wird seit ihrer Gründung im Jahr 1927 privatrechtlich geführt und ist seit 2002 eine Aktiengesellschaft, deren Anteile jedoch nicht an der Börse gehandelt werden. Anteilseigner sind Unternehmen aus der Finanzbranche und aus dem Handel.

In Deutschland herrscht Vertragsfreiheit. Jedes Unternehmen entscheidet frei, mit wem es einen Vertrag abschließen möchte und wie dieser gestaltet ist. Die SCHUFA unterstützt Entscheidungen ihrer Kunden durch Informationen – trifft die Entscheidungen aber nicht. Über die SCHUFA-Informationen hinaus fließen bei Banken und anderen kreditgebenden Unternehmen häufig noch zahlreiche andere Informationen in eine Entscheidung über einen Kredit ein, die der SCHUFA gar nicht vorliegen: zum Beispiel Einkommen, Arbeitsverhältnis oder Vermögen.

Die SCHUFA speichert zu natürlichen Personen personenbezogene Daten wie:

  • Namen
  • Geburtsdatum und gegebenenfalls Geburtsort
  • Anschrift
  • den persönlichen SCHUFA-Basisscore

Die erhält SCHUFA von ihren Vertragspartnern u.a. Informationen über:

  • Bankkonten
  • Kreditkarten
  • Leasingverträge
  • Mobilfunkkonten
  • Versandhandelskonten
  • Ratenzahlungsgeschäfte
  • Kredite und Bürgschaften
  • sowie etwaige Zahlungsausfälle bei angemahnten und unbestrittenen Forderungen

Die SCHUFA erhebt keine Daten und führt keine Recherchen durch.

Die SCHUFA hat keine Informationen zu:

  • Vermögen und Einkommen
  • Marketingdaten (Kaufverhalten und Ähnliches)
  • Beruf
  • Lebenseinstellungen und Mitgliedschaften (zum Beispiel religiöse, politische)
  • Familienstand
  • Nationalität

Wir erhalten die Daten von:

  • unseren Vertragspartnern
  • öffentlichen Schuldnerverzeichnissen und
  • anderen öffentlichen Bekanntmachungen